Die Welt durchlebt eine historische Phase, in der die Sorge um einen möglichen Dritten Weltkrieg wächst und der Weltfrieden ernsthaft bedroht ist. Eine Konferenz in Ankara suchte nach neuen Strategien, um der Bedrohung des Friedens durch die NATO und Israel zu begegnen.
Eine Konferenz auf der Suche nach neuen Strategien für den Weltfrieden
Eine vom Forschungszentrum der World Civilizations Initiative organisierte Konferenz hat sich am 18. und 19. Juli 2026 in Ankara mit der Gefährdung des Weltfriedens befasst. Als «Allianz zur Verhinderung des Grossen Krieges» wurden Politiker, Akademiker, Diplomaten, Militärangehörige und Experten aus verschiedenen Ländern zusammengebracht, um zu erörtern, wie ein potenzieller Weltkrieg verhindert werden kann.
An der Konferenz nahmen prominente Persönlichkeiten aus der Türkei, der Russischen Föderation, der Republik Aserbaidschan, den Vereinigten Staaten von Amerika, der Italienischen Republik, dem Königreich Spanien, der Türkischen Republik Nordzypern, der Bundesrepublik Deutschland, Griechenland, der Republik Südafrika, Japan, der Islamischen Republik Iran, der Französischen Republik, Algerien und Georgien teil. Sie dient als wichtige Diskussionsplattform, auf der unterschiedliche Perspektiven und internationale Erfahrungen zusammentreffen. Die Schweiz war durch einen Online-Beitrag von Pascal Lottaz von Neutrality Studies vertreten.
Abschlusserklärung der Konferenz «Allianz zur Verhinderung eines grossen Krieges»
18. und 19. Juli 2026, Meyra Palace Hotel, Ankara
Die internationale Konferenz mit dem Titel «Das Bündnis zur Verhinderung eines grossen Krieges», die vom Forschungszentrum der World Civilizations Initiative organisiert wurde, fand am 18. und 19. Juli 2026 im Meyra Palace Hotel in Ankara statt.
An der Konferenz, auf der Redner aus Aserbaidschan, Belarus, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Iran, Italien, Japan, Russland, der Demokratischen Arabischen Republik Sahara, Südafrika, Spanien, der Schweiz, der Türkischen Republik Nordzypern (TRNZ), der Türkei, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten Vorträge hielten, nahmen rund 200 hochrangige geladene Gäste teil. Minister, Parlamentsmitglieder, Botschafter, Generäle im Ruhestand, Wissenschafter, Politiker, Diplomaten, Offiziere und Experten beleuchteten die Frage der «Allianz zur Verhinderung eines Grossen Krieges» aus verschiedenen Perspektiven. Die Ansichten, zu denen ein breiter Konsens erzielt wurde, lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Die Bedrohungen, die zu einem Weltkrieg führen könnten, gehen von den Vereinigten Staaten und Israel aus. Der US-israelische Angriff auf den Iran, der NATO-Militäraufbau in der Ukraine mit dem Einsatz von Stellvertretertruppen gegen Russland, Israels Völkermord im Gazastreifen und seine Angriffe auf den Libanon sind regionale Kriege, die die Gefahr eines Weltkriegs in sich bergen.
- Die NATO stellt als Instrument der US-Hegemonie eine Bedrohung für den Weltfrieden dar. Die von der NATO ins Visier genommenen Länder, allen voran Russland, stellen keine Bedrohung für Europa dar. Der globalen Sicherheit wäre nicht durch eine Umstrukturierung der NATO gedient, sondern durch ihre Abschaffung. Die europäischen Länder würden dadurch auch von den neuen und drückenden Belastungen befreit, die die Vereinigten Staaten den NATO-Mitgliedern auferlegen.
- Der Prozess, durch den sich der Schwerpunkt der Produktionskraft von West nach Ost und von Nord nach Süd verlagert, setzt sich ununterbrochen fort, während sich die proportionale Kluft rasch vergrössert. Parallel zu dieser Entwicklung schwächt sich auch die weltweite Dominanz des US-Dollars als Tauschmittel ab. Das wichtigste Instrument, das den Vereinigten Staaten bei ihrem Versuch, ihre globale Hegemonie wiederherzustellen, noch zur Verfügung steht, beschränkt sich mittlerweile auf ihre Zerstörungskraft.
- Keine Macht beginnt einen Krieg, von dem sie von vornherein weiss, dass sie ihn nicht gewinnen kann. Die einzige Möglichkeit, die Vereinigten Staaten daran zu hindern, einen Weltkrieg zu provozieren, um erneut die Weltherrschaft zu erlangen, besteht darin, eine internationale Streitmacht zu schaffen, die stark genug ist, um sie abzuschrecken.
- Unter den gegenwärtigen Bedingungen wäre das Rückgrat einer solchen Streitmacht ein Bündnis zwischen der Türkei, Russland, China und dem Iran. Damit diese Partnerschaft ein wirksames Abschreckungsniveau erreichen kann, genügt es nicht, lediglich die bilaterale und multilaterale Zusammenarbeit dieser Länder auszubauen. Die zu etablierende Partnerschaft muss die Form eines umfassenden strategischen Bündnisses annehmen, das auch andere sicherheitsrelevante Bereiche einbezieht.
- Diese strategische Allianz widerspiegelt nicht nur eine objektiv notwendige Erfordernis für alle vier Länder, sondern bildet auch eine solide Grundlage für weitere regionale Partnerschaften und Bündnisse zur Wahrung der globalen Sicherheit. Sie schafft zudem ein Umfeld, das die Konsolidierung der nationalen Interessen der Entwicklungsländer fördert und die Solidarität zwischen den Völkern stärkt.
- Einer der Faktoren, der die USA und Israel zweifellos davon abhielt, bei ihren Angriffen gegen den Iran auf Atomwaffen zurückzugreifen, war der nukleare Schutzschirm, den die Partnerschaft des Irans mit Russland und China bot. Hätte bereits ein strategisches Bündnis zwischen der Türkei, Russland, China und dem Iran bestanden, wäre ein US-amerikanisch-israelischer Angriff auf den Iran von vornherein unmöglich gewesen.
- Globale Sicherheit ist nicht nur für die Länder und Völker, die im Visier der USA und der NATO stehen, ein Bedürfnis, sondern für die gesamte Menschheit, einschliesslich der Anrainerstaaten des Atlantiks. Ein Bündnis zwischen der Türkei, Russland, China und dem Iran würde zudem eine solide Grundlage für die Bildung einer Front der Menschlichkeit gegen einen grossen Krieg bilden.
- Der Zerfall des atlantischen Systems hat auch zum Verlust all jener Werte geführt, die die westliche Zivilisation der Menschheit in ihrer Blütezeit geschenkt hat. Die entstehende Welt, hervorgegangen aus der Welt der Unterdrückten und mit Asien als Zentrum, bildet das Fundament, auf dem eine neue, von der gesamten Menschheit ersehnte Zivilisation emporsteigt. Die Verhinderung eines grossen Krieges, der die Entwicklung dieser Zivilisation behindern würde, würde ein neues, dunkles Kapitel der Geschichte abwenden.
- Die Redner der Konferenz der Allianz zur Verhinderung eines Grossen Krieges aus Asien, Europa, Afrika und Amerika repräsentierten ein breites politisches Spektrum. Trotz der grundsätzlichen Unterschiede in ihren Ansichten und Herangehensweisen rechtfertigt die Gemeinsamkeit ihrer Ziele die Bezeichnung dieser Konferenz als eurasischen Gipfel, der als Reaktion auf den NATO-Gipfel in Ankara am 7. und 8. Juli 2026 stattfand.
Diese Abschlusserklärung wurde verabschiedet zuhanden der internationalen Gemeinschaft.
Original der Abschlusserklärung in englischer Version