kommunisten.ch

kommunisten.ch

In allen grösseren Städten Frankreichs wurde am 17. Oktober gegen das verfaulte Macron-Regime protestiert, mit Tausenden von Teilnehmern und viel Stimmung und Musik auf den Strassen und Plätzen. In den Mainstream-Medien, auch bei uns, wird nur über Verwüstungen der Chaoten in Paris, angeheizt von Provokateuren des Regimes, berichtet, um die Proteste zu desavouieren. So hat sich der Macronismus schon mehrmals gerettet. Gelingt es ihm wirklich nochmals? (Bild: Initiative Communiste)

Die ultimative Schande des Macronismus

von BRUNO GUIGUE, 19. Oktober 2026

Während 800 000 Franzosen auf den Strassen gegen die hohen Lebenshal­tungs­kosten demonstrierten, die Provokateure ihre schmutzige Arbeit verrichteten und die sogenannten Ordnungskräfte ihre Aufgabe erfüllten, indem sie auf die Demonstranten Tränengas warfen und die Plünderer gewähren liessen, was tat der gepuderte Marquis in der Élysée?

Er zappelte beim Konzert von Céline Dion herum vor Freude, begleitet von der Marquise, die wie eine rasende Hetäre wild mit den Hüften wackelte.

Angesichts des Anblicks eines Landes in der Krise, eines Volkes, das nicht mehr weiter kann, der Gewalt der Polizisten und der Randalierer, zeigt uns dieses neronianische Paar seine ganze Verachtung und Arroganz.

Zehn Jahre Macronismus, zehn Jahre Unglück! Wie eine Seife auf dem Markt der Illusionen angeboten, hat sich dieser Gigolo der Finanzwelt vor einem Jahrzehnt im Élysée-Palast niedergelassen und sich wie ein Wahnsinniger an seinem Sessel festgeklammert.

2017, 2022: Doppelte Schande! Jedes Mal wurde er von der Oligarchie unter­stützt, und der arrogante, verwöhnte Bengel aus dem Hause Rothschild gewann ein manipuliertes Spiel. Jedes Mal rechtfertigte die journalistische Kaste ihre Gehälter, indem sie gewissenhaft den Dreck für diesen kleinen Wicht aufwischte.

Der junge Banker, der sich im Marketing auskennt, wurde in den Olymp der Television katapultiert und verkaufte seinen billigen Traum. Doch dass er sich gegen seine Konkurrenten durchsetzen konnte, lag daran, dass es gerade ein Sonderangebot für Ventilatoren gab!

Macron ist nur ein Luftzug. Dieser Mann, der die magische Denkweise pflegt, hat nicht aufgehört, mit seinen Armen herumzuwedeln. Er spielte mit seinem schönen Gesicht und seinem Grinsen und investierte zehn lange Jahre lang den Medienraum, um dort seine Katzenfutter-Suppe zu verteilen.

Heute ist dieser Macron, der so viel versprach, nur noch ein Rest, ein Kot­klumpen, eine verdächtige Spur, die auf einem verwundeten Frankreich zurückgelassen wurde, das ihn verachtet.

Dieser Scharlatan ist das morbide Symptom des Verfalls einer Gesellschaft, die von der kapitalistischen Walze zermalmt, durch den Egoismus der Super­reichen ausgehöhlt und von korrupten Führern auf einer Auktion ver­kauft wurde.

Zehn Jahre lang hat dieser bezahlte Betrüger Frankreich ruiniert, die Mil­liar­däre gefüttert, die Arbeiter beleidigt und unsere Aussenpolitik pros­tituiert.

Aber das ist egal! Zufrieden mit sich selbst, ohne Reue, hinterlässt er uns ein Trümmerfeld: eine Gesellschaft, die ob ihren Ungleichheiten krank ist, mit Armen, die immer ärmer werden, einer riesigen Staatsverschuldung, einem verkümmerten Service public.

Im April nächsten Jahres muss dieser müde Mann mit eingefallenen Gesichts­zügen, durch die Schande gealtert, das Zepter abgeben. Müde von seinen Lügen, erschöpft von dem Entsetzen, muss er seine Nach­folge im Dienste seiner Herren sicherstellen.

Wie? Das kann man erraten: indem er dem Rassemblement National die Suppe serviert, das es ihm ja schliesslich auch gut vergilt, indem es im Parlament die Misstrauensanträge gegen seine Regierung zurückweist.

Dieser Schauspieler der zweiten Liga, dessen Schminke schliesslich her­untergeronnen ist, der Schürzenjäger mit dem raubtierhaften Lächeln, wird die Bühne des Elysée-Palastes verlassen. Er wird in die Investmentbank zurück­kehren, zu seinem eigentlichen Beruf.

Dort muss er nicht mehr lügen, Illusionen erzeugen oder den Retter der Nation spielen: Er wird weiterhin der Cheerleader für das Kapital sein, aber ohne Schminke, ohne Reden, ohne leere Phrasen, ausschliesslich im Dienst seiner Majestät, des Geldes.

In der Zwischenzeit lässt der stets hilfsbereite Ritter der Oligarchie die Jugend niederschlagen, um Öl ins Feuer zu giessen und den Bürgerkrieg zu entfachen: Das zu befürchtende Feuer wird doch derjenigen zugutekommen, die sich darauf vorbereitet, die Nachfolge anzutreten, oder?

Angesichts der jungen Leute, die sich gegen die Ungerechtigkeit auflehnen, hofiert der Chef der Elysée-Miliz mit der Partei der Ordnung. Er schürt den Hass, um die Machtübernahme durch diejenigen vorzubereiten, die den Hass zu ihrem Geschäftsmodell machen – diese Faschisten, die im Hinterhalt lauern und auf ihre Stunde warten.

Und sollte dieses Manöver gelingen, wäre dies die letzte Feigheit, die äusserste Perversität des Macronismus.

Das Paar im Élysée-Palast, das sich angesichts des Zorns des Volkes amüsiert, während es zu dessen Unglück intrigiert, und das sich schon im Voraus über die von ihm vorbereitete Trickserei freut – eine Schande aller Schanden: der letzte Dolchstoss in den Rücken der Franzosen!

Original auf dem Substack-Kanal von Bruno Guigue