mehr zum Thema Medien

  • Amy Goodman: Flottille für die Freiheit: Wahrheitsverfälschungen – (…) Die israelische Regierung beschlagnahmte alle gefundenen Bild- und Tonaufnahmen sowie die Kommunikationsgeräte. Dabei handelte es sich um Apparate, die beinahe alle die aufgenommenen Beweisstücke vom Angriff enthielten. Diese Beschlagnahme ermöglichte dem Staat Israel die Kontrolle über das, was die Welt rund um diesen Angriff erfahren konnte. Die Israelis wählten aus, brachten heraus und veröffentlichten die Bilder, die sie veröffentlicht haben wollten, damit die Welt nur diese Bilder sehen sollte. …mehr
  • Geschmacklos und mehr (von Siro Torresan, «Vorwärts») – Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BVS) hat anfangs November eine Kampagne lanciert, die auf viel Kritik stösst. Sie vermittelt die Botschaft, dass behinderte Menschen anders und trotzdem als Arbeitskraft verwertbar sind. «Behinderte liegen uns nur auf der Tasche», «Behinderte sind dauernd krank», «Behinderte kosten uns nur Geld» und «Behinderte arbeiten nie 100%». Diese Slogans sind seit anfangs November auf Werbeplakaten zu lesen. Man hat grosse Mühe es zu glauben, aber es ist die Kampagne des BSV. …mehr
  • Sozialdetektive: KABBA fordert Stopp der Überwachung (…) Nach der Rettungsaktion für die UBS sahen sich die bürgerlichen Medien genötigt, eine Kampagne gegen eine Handvoll Boni-Bezüger zu lancieren, welche zur Beschwichtigung der Bevölkerung und zu deren Ablenkung von den tieferen Ursachen der Krise im kapitalistischen System und in der Regierungspolitik im Dienste der Interessen der mächtigen Finanz- und Wirtschaftsgruppen dienen sollte. Das Murren des Volkes gegen die unerhörten Summen, welche die Kapitalherren bei ihrem Bettelgang nach Bern in die Taschen füllen konnten, hat sich noch nicht in einen organisierten Massenprotest entwickelt, welche den Regierenden als Argument einleuchten könnte. Nach dem kurzen Intermezzo mit den Boni-Bezügern herrscht wieder der Alltag: Verhetzung und Kriminalisierung der Armen. mehr
  • Was sagte Ahmadinedjad wirklich in Genf? – Die Anti-Rassimus-Konferenz in Genf hat einigen Staub aufgewirbelt. (…) In den Medien wird Mahmud Ahmadinedschad nach dessen Rede alles Mögliche unterschoben. Das Vokabular dieser Medien ist das hundertfach bekannte und eingespielte. Eine gründliche Auseinandersetzung mit seiner Ansprache findet nicht statt. Was hat er in Genf eigentlich gesagt? …mehr
  • Presse-KSK – Die Berichterstattung über den NATO-Gipfel Anfang April wurde zentral gesteuert und in Absprache mit den staatlichen Repressionsbehörden koordiniert. Dies geht aus Aussagen von Mitarbeitern des Südwestrundfunks (SWR) hervor. Erklärtes Ziel war es demnach, die “offiziellen Bilder” zu den “prägenden Bildern” zu machen. Die bei der NATO akkreditierten Journalisten wurden durch einen ausgebildeten Kriegsberichterstatter in enger Zusammenarbeit mit der baden-württembergischen Polizei auf ihre Tätigkeit vorbereitet. Der hierfür Verantwortliche leitet ein privates “Sicherheits”-Unternehmen, das Manager deutscher Firmen für Aufenthalte in Kriegsgebieten trainiert und nach eigener Aussage Angehörige von “Spezialeinheiten der Polizei und des Militärs” zu seinen Ausbildern zählt. Er hat unlängst für “Krisenfälle”, etwa Anschläge, die die Behörden anlässlich des NATO-Gipfels nicht ausschlossen, die Entsendung eines “Kommandos Spezialkräfte” aus staatlich besoldeten Pressesprechern vorgeschlagen. …mehr
  • Thomas Näf: Ein Wort zum sogenannten Sozialmissbrauch – (…) Warum läuft die Missbrauchskampagne heute gerade in Bern auf Hochtouren? Die Antwort ist offensichtlich: Es stehen Wahlen bevor! Machen wir uns also auf weitere Dreckschleudern gefasst. Man braucht kein Hellseher zu sein, um zu sagen, dass die Missbrauchsdebatte auch bei der Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (AVIG) pünktlich wieder auf die Titelseiten kommt. Wir wissen schon jetzt, dass Unsere Antwort darauf ist klar: Wir setzen den uns vorgeworfenen Missbrauch ins Verhältnis zum realen Missbrauch, über den die Neoliberalen Kapitalvertreter so gerne schweigen. Wir fordern Detektive gegen Steuerhinterzieher, deren Missbräuche millionen- und milliardenschwer auf der Gesellschaft lasten. Es ist ein Hohn, dass die Parteien, die im Kantonsparlament gegen Steuerdetektive zur Aufdeckung der milliardenschweren Steuerhinterziehung stimmen, die gleichen sind, welche am lautesten nach Sozialdetektiven schreien. mehr
  • Kriegsvorbereitung: Medien irregeführt oder mit von der Partie? – Verlage nahmen in der Literaturgeschichte und Geschichte des politischen Journalismus häufig eine Mittelstellung zwischen Autoren und Zensoren ein. Heine beschwert sich in der Vorrede zu seinem “Wintermärchen” über seinen Freund und Verleger, der ihm manchen guten Vers ausgeredet hat. Das war so in der Zeit des aufstrebenden Bürgertums. Und heute? Anlässlich der Jahresversammlung der Zeitungsverleger-Organisation «Verband Schweizer Presse» erklärte deren Präsident Hanspeter Lebrument vor einigen Wochen, Pressefreiheit sei einzig und allein die Freiheit der Verleger vom Staat. Keiner der versammelten Verleger widersprach.
  • PCP über die Wahlen in den USA – Die zu Anlass der US-Präsidentschaftswahl produzierte gewaltige Operation kann nur im Zusammenhang mit der aktuellen Krise des Kapitalismus erklärt werden, die in den USA besonders stark zum Ausdruck kommt. Die Kampagne ist einer von vielen Versuchen, welche unternommen werden, um das kapitalistische System zu rehabilitieren und die Rolle der USA als hegemoniale Macht wieder zu befestigen. (…) Für die PCP ist die Wahl von Barack Obama zum Präsidenten der USA weit davon entfernt, den Erwartungen gerecht zu werden, welche die gewaltige, weltweite Medienkampagne zu erzeugen versuchte, um die Illusion des Wandels und einer Umkehr in der Politik der USA und ihrer Rolle auf internationalem Gebiet zu nähren. mehr
  • NZZ kalkuliert effektiven Mehrwert von Menschenrechten – (…) Die Führung von Kampagnen zur Desinformation und zur Diffamierung bestimmter Länder und Regierungen gehört mittlerweile, Hand in Hand mit der sogenannten “Sicherheitsbranche” einschliesslich des Betriebs von privaten Söldnerheeren, zu den bedeutenden Wachstumszweigen. …mehr
  • Jorge Cadima: Klassenzensur – Die grösste Demonstration der portugiesischen Arbeiter der letzten 20 Jahre wird von den Medien mit äusserster Diskretion behandelt. Die Tatsache, dass mehr als 200.000 Werktätige auf die Strasse gegangen sind, um gegen den EU-Gipfel in Lissabon zu protestieren, wird aus der internationalen Kommunikation einfach ausgelöscht. Ihr Stillschweigen ist umso schockierender, wenn wir bedenken, dass über 1300 Journalisten aus aller Welt nach Lissabon gekommen waren, um dem EU-Gipfel Deckung zu geben. Sie wurden Zeugen der Massenproteste vor dem “Park der Nationen”, wo die EU-Regierungschefs tagten. Aber am Abend des 18. Oktober müssen die Chefredaktoren und Verantwortlichen übereinstimmend festgestellt haben, dass ihnen allen die Tinte ausgegangen ist. …mehr
  • Zum Militärgerichtsprozess gegen den «Sonntags-Blick» – (…) Der CIA verletzt systematisch und weltweit das Völkerrecht und nationale Gesetze, etwa indem er Personen entführt und in illegalen Flügen in geheime Folterlager abtransportiert. Anstatt diesem kriminellen Treiben ein wirksames Ende zu setzen und die Täter einschliesslich ihrer hiesigen Gehilfen dem Richter zuzuführen, wie es der Schutz des Landesinteresses und der Verfassung gebieten würden, reagiert unser Staatsapparat mit einem Militärgerichtsverfahren gegen die mutigen Journalisten Sandro Brotz, Beat Jost und Christoph Grenacher. Diese haben Belege für die Existenz von geheimen US-Folterlagern in Europa und für die Mitwisserschaft der Schweiz ans Tageslicht gezerrt. Heute wurden die drei Journalisten freigesprochen. Die PdA begrüsst das Scheitern des dreisten Angriffs der Militärjustiz auf die Pressefreiheit. …mehr:

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